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13.04.2021

Wie Meditation Dir dabei helfen kann, Stress abzubauen und weniger zu grübeln.

„Ich kann nicht meditieren“ ...

... diese Aussage höre ich nur zu oft. Aber was steckt dahinter?
Viele Menschen sind von dem Wort "Meditation" schon voreingenommen oder fühlen sich sogar ängstlich abgeschreckt. „Ich kann nicht nichts denken“ oder „Ich kann nicht nur ruhig sitzen“, das sind die Gedanken, die Ihnen spontan dazu in den Kopf kommen.
Mit meinem Beitrag möchte ich genau diejenigen erreichen, die solche Aussagen selbst denken oder sagen. Ich möchte Euch zeigen, dass Ihr es doch könnt! Dass Ihr nicht still sitzen müsst und auch nicht „nichts denken“ müsst! 

Meditation hat sehr viele gesundheitliche Vorteile für Körper, Geist und Seele und diese sollten für jeden zugänglich sein. 

Warum ist es so schwer mit seinen eigenen Gedanken zu sitzen?

Im Laufe meiner beruflichen Erfahrung bin ich oft auf Menschen gestoßen, die bei dem Gedanken „alleine - ohne Handy oder Musik spazieren zu gehen“ Panik in den Augen hatten und diese Art von De-Stress Methode komplett abgelehnt haben.
"Warum?" fragte ich mich. Dann bin ich über einen sehr interessanten Artikel aus der Atlantik gestoßen mit dem Titel „Menschen bevorzugen Elektroschocks als mit Ihren eigenen Gedanken zu sein“.

In diesem Artikel werden Studien aus der Sozial Psychologie vorgestellt, die Teilnehmer zum Stillsitzen motiviert haben. Manche sogar mit der Hilfestellung sich vorzustellen, auf eine schöne Wanderung zu gehen.
Aber die Ergebnisse blieben gleich: mit den eigenen Gedanken still sitzen ist keine angenehme Aufgabe! 

In einer Studie wurde den Teilnehmern sogar die Möglichkeit gegeben sich, selbst Elektroschocks zu geben, wenn sie das wünschten. Ein Viertel der Frauen und zwei Drittel der Männer haben sich dafür entschieden, ein Ausreißer hat den Knopf in 15 Minuten 190-mal gedrückt (wow!). 

Ok, also was kann ich tun, wenn ich nicht mit meinen Gedanken in Stille sitzen kann?!

Meditation ist nicht nur im Schneidersitz wie ein Mönch oder Yogi in harmonischer Ruhe mit leichtem Lächeln fast schwebend zu sitzen.
Meditation kann ein achtsamer Spaziergang oder eine Dusche sein, Kochen, Tanzen, Singen und vieles mehr. Gerade für Anfänger ist es viel sinnvoller sich durch Bewegung des Körpers heranzutasten. Der Geist ist wie ein ungezähmtes Tier, und dies will geübt werden. Für den Anfang ist es sehr angenehm, dem Geist etwas zu tun zu geben, um konzentriert zu bleiben.
Der Geist freut sich über eine Aufgabe - diese kann sein, die Ein- und Ausatmung zu zählen, oder sich auf seinen Körper oder auch nur ein Körperteil zu konzentrieren. 

Wie Meditation unter anderem bei Angstzuständen und bei depressiver Verstimmung helfen kann.

Viele Menschen sind von Sorgen und negativen Gedanken tagtäglich oder phasenweise geplagt. Meditation kann helfen, diese Gedanken zu kontrollieren, den Umgang zu verbessern und mehr geistige Klarheit zu erlangen.
Angst ist eine Stress-Reaktion und wir leben in einer Gesellschaft, die gezeichnet ist von Stress und seinen Folgen. Durch regelmäßige Meditation baut man Stresshormone im Körper ab und dadurch fällt es leichter, mit seinem eigenen Kopfkino umzugehen.
Im entspannten Zustand können wir eine gewisse Distanz zu unseren Gedanken und Sorgen erreichen, um sie neutraler betrachten zu können. Neurologisch passiert ganz viel, wenn wir Meditieren. Durch Achtsamkeitsübungen stärken wir die Hirnregionen, die Emotionen und unsere Impulsreaktion beherrschen. Dadurch hilft Meditation auch bei Depression, da es uns psychisch flexibler macht und wir dadurch anders auf Stress-Situationen reagieren können. Weiterhin gelingt es einem geübten Geist nicht so schnell ins Grübeln zu kommen oder in eine Gedankenspirale zu fallen. 

Du wirst Dir Deiner eigenen Gedanken bewusster und es fällt Dir leichter, sie zu akzeptieren.
Das Verständnis zu haben, dass die Gefühle und Emotionen nur Besucher sind, gibt Dir eine große Macht über Deinen eigenen Geist.